Der Augenhintergrund

Schau mir in die Augen!

Wenn wir uns in die Augen schauen, wollen wir meist die Seele des Gegenüber ergründen. Ihr Augenoptiker hat da allerdings andere Intentionen. Durch seinen professionellen Blick erfährt er viel über den Zustand des Auges.

Der Augenhintergrund – ein Blick ins Innere des Auges


Der Augenhintergrund ist die innere Rückseite des Auges. Hier befinden sich wichtige Strukturen, die für das Sehen unverzichtbar sind – darunter die Netzhaut, der Sehnerv, der Gelbe Fleck (die Stelle des schärfsten Sehens) sowie zahlreiche feine Blutgefäße.


Um den Augenhintergrund zu untersuchen, blickt ein entsprechend qualifizierte Augenoptiker bzw. Optometrist - besonders die SEHZENTRUM Optometristen - oder der Augenarzt mit speziellen Instrumenten durch die Pupille in das Innere des Auges. So lassen sich Veränderungen an der Netzhaut und den Blutgefäßen frühzeitig erkennen.


Die Netzhaut enthält Millionen von lichtempfindlichen Sinneszellen. Sie wandeln Licht in Nervenimpulse um, die über den Sehnerv an das Gehirn weitergeleitet werden. Da die Netzhaut selbst keine Schmerzrezeptoren besitzt, verursachen viele Erkrankungen keine Schmerzen. Veränderungen bleiben deshalb häufig lange unbemerkt und machen sich oft erst durch eine Verschlechterung des Sehens bemerkbar.


Eine Untersuchung des Augenhintergrundes liefert jedoch nicht nur wichtige Informationen über die Gesundheit der Augen. Auch allgemeine Erkrankungen wie Diabetes, Bluthochdruck oder Gefäßerkrankungen können Veränderungen an den feinen Blutgefäßen der Netzhaut verursachen und so früh erkannt werden.


Regelmäßige Untersuchungen des Augenhintergrundes sind deshalb ein wichtiger Baustein der Vorsorge. Sie können helfen, Erkrankungen frühzeitig zu entdecken und rechtzeitig behandeln zu lassen, bevor das Sehvermögen dauerhaft beeinträchtigt wird.


Unsere Empfehlung

Eine Untersuchung des Augenhintergrundes ist besonders sinnvoll:

  • ab dem 40. Lebensjahr im Rahmen regelmäßiger Vorsorgeuntersuchungen,
  • jährlich oder nach individueller Empfehlung, wenn Risikofaktoren wie Diabetes, Bluthochdruck, starke Kurzsichtigkeit oder Augenerkrankungen in der Familie vorliegen,
  • bei neu auftretenden Beschwerden, wie verzerrtem Sehen, Gesichtsfeldausfällen, Lichtblitzen, vielen neuen schwarzen Punkten ("Mouches volantes") oder einer plötzlichen Sehverschlechterung.

Wichtig zu wissen

Die Untersuchung beim Optometristen dient der Früherkennung und Vorsorge. Sie ersetzt nicht die augenärztliche Diagnostik und Behandlung. Werden Auffälligkeiten festgestellt, sollte zeitnah eine augenärztliche Abklärung erfolgen.

Regelmäßige Kontrollen des Augenhintergrundes tragen dazu bei, viele Augenerkrankungen bereits in einem frühen Stadium zu erkennen. Dadurch können rechtzeitig weitere Untersuchungen oder Behandlungen eingeleitet und das Sehvermögen häufig langfristig erhalten werden.

 

 

 

So sieht der Augenhintergrund eines gesunden Menschen aus: Netzhaut, Netzhautgefäße, Sehnerv und Aderhaut sind klar erkennbar. Das rechte Bild zeigt zur Orientierung ein Auge im Querschnitt.