Augenbewegungen

Unser Sehen ist aktiv

Wir machen es automatisch und und wir machen es willentlich: unsere Augen bewegen. Wir können bewusst den Blick auf etwas lenken und mit dem Blick verfolgen.

Augenbewegungen sind aber auch reflexhafte Reaktionen auf unsere Umwelt, z. B. wenn wir uns automatisch auffälligen Geräuschen zuwenden. Augenbewegungen sind, so oder so, eine Grundvor­aussetzung für das Scharfstellen auf ein Objekt.

 

Unter Augenbewegungen versteht man die motorischen Möglichkeiten der Augäpfel, sich in unterschiedliche Richtungen zu drehen. Jedes Auge kann sich einzeln bewegen. Die gleichzeitige Drehbewegung beider Augen ist die Blickwendung nach rechts und links oder nach oben und unten.

Der Augapfel ist ein kugelförmiger Körper, der sich innerhalb bestimmter Grenzen um drei Achsen drehen kann. Die Drehachsen schneiden sich in einem einzigen Drehpunkt: die senkrechte Z-Achse, die waagerechte X-Achse und die Y-Achse, die im Drehpunkt die Lotrechte auf diese Ebene bildet.

 

Augenbewegungen sind individuell und können bei einer Person unter verschiedenen Bedingungen unterschiedlich ausfallen. Sie sind nicht nur abhängig von Eigenschaften wie Geschlecht und Alter, sondern richten sich auch nach Gewohnheiten, Fähigkeiten und Interesse des Betrachters.


Es gibt eine ganze Reihe von Störungen der Augenbewegungen und Augenstellung. Hierzu zählen alle Arten der Schielerkrankungen, Augenzittern sowie mechanische und neurogene Störungen.